
Wiesbaden, 21. Juli 2026 (JPD). Die Gesundheitsausgaben in Deutschland haben 2024 nach dem Rückgang im Vorjahr wieder deutlich zugelegt. Preisbereinigt stiegen sie gegenüber 2023 um 3,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Die Preise für Waren und Dienstleistungen im Gesundheitswesen erhöhten sich im selben Zeitraum um 3,5 Prozent. Das Bundesamt hat die preisbereinigten Gesundheitsausgaben erstmals berechnet.
Starke Schwankungen seit der Corona-Pandemie
In den Jahren 2020 und 2021 waren die realen Gesundheitsausgaben pandemiebedingt um 5,9 beziehungsweise 7,1 Prozent gestiegen. Nach einem Plus von 3,4 Prozent im Jahr 2022 gingen sie 2023 infolge sinkender staatlicher Ausgaben und hoher Preissteigerungen um vier Prozent zurück. Es war der erste reale Rückgang seit 2004.
Die preisbereinigten Gesundheitsausgaben entwickelten sich in den vergangenen Jahren meist stärker als das Bruttoinlandsprodukt. Als Ursache nennt das Bundesamt unter anderem den wachsenden und weitgehend konjunkturunabhängigen Bedarf einer alternden Bevölkerung an Gesundheitsleistungen.



