Erzeugerpreise in der Landwirtschaft sinken im April um 12,3 Prozent

Wiesbaden, 11. Juni 2026 (JPD) Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sind im April 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,3 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, hat sich der Preisrückgang damit gegenüber März 2026 (-8,8 Prozent) und Februar 2026 (-10,9 Prozent) verstärkt. Im Vergleich zum Vormonat März gaben die Preise um 1,5 Prozent nach.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse lagen im April 2026 um 12,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, während Tiere und tierische Erzeugnisse um 12,4 Prozent günstiger waren. Gegenüber März entwickelten sich beide Bereiche unterschiedlich: Pflanzliche Produkte verbilligten sich um 4,2 Prozent, tierische Erzeugnisse verteuerten sich leicht um 0,1 Prozent.

Kartoffeln und Milch prägen die Preisentwicklung

Ausschlaggebend für den Rückgang bei pflanzlichen Erzeugnissen waren erneut deutlich niedrigere Preise für Speisekartoffeln. Diese lagen im April 2026 um 54,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Preise blieben gegenüber März unverändert. Auch Obst verbilligte sich binnen Jahresfrist um 24,3 Prozent, darunter Tafeläpfel um 33,3 Prozent. Gemüse wurde insgesamt um 1,8 Prozent günstiger, wobei Kohlgemüse und Salat besonders starke Rückgänge verzeichneten. Demgegenüber stiegen die Preise für Tomaten und Gurken deutlich an.

Getreide kostete 11,7 Prozent weniger als im April 2025. Die Preise für Handelsgewächse gingen um 0,6 Prozent zurück, Raps verbilligte sich um 0,9 Prozent. Futterpflanzen waren 7,1 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Wein verteuerte sich hingegen um 1,7 Prozent.

Bei den tierischen Erzeugnissen wirkte sich vor allem der Rückgang des Milchpreises aus, der 26,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag. Gegenüber März stieg der Milchpreis jedoch um 1,6 Prozent. Eier verteuerten sich binnen Jahresfrist um 13,0 Prozent.

Die Preise für Tiere insgesamt lagen 3,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Maßgeblich war der Preisrückgang bei Schlachtschweinen um 11,6 Prozent. Rinder verteuerten sich dagegen um 4,2 Prozent. Auch Geflügel war mit einem Plus von 2,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Preise für Enten und Puten, während Hähnchen um 0,9 Prozent günstiger wurden.

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