Erneuerbare Energien liefern im ersten Quartal 2026 erstmals wieder die Mehrheit des Stroms

Wiesbaden, 9. Juni 2026 (JPD) In Deutschland wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 126,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Das waren nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 6,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Erneuerbare Energieträger kamen dabei auf einen Anteil von 53,3 Prozent und stellten damit erstmals seit einem Jahr wieder die Mehrheit der inländischen Stromerzeugung.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stieg gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 13,9 Prozent auf 67,5 Milliarden Kilowattstunden. Die konventionelle Stromerzeugung sank dagegen um 1,8 Prozent auf 59,1 Milliarden Kilowattstunden. Im Vorjahresquartal hatten erneuerbare Energien noch 49,6 Prozent und konventionelle Energieträger 50,4 Prozent der Stromproduktion ausgemacht.

Windkraft bleibt wichtigster Energieträger

Maßgeblich für den Anstieg der erneuerbaren Stromerzeugung war die Windkraft. Die Stromproduktion aus Windenergie erhöhte sich um 28,8 Prozent auf 42,8 Milliarden Kilowattstunden und erreichte einen Anteil von 33,8 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. Nach Angaben von Destatis war das Plus vor allem auf das außergewöhnlich windarme erste Quartal 2025 zurückzuführen. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik ging hingegen um 7,4 Prozent auf 10,3 Milliarden Kilowattstunden zurück.

Bei den konventionellen Energieträgern verringerte sich die Stromerzeugung aus Kohle um 5,1 Prozent auf 30,5 Milliarden Kilowattstunden. Ihr Anteil am Strommix sank auf 24,1 Prozent. Die Stromproduktion aus Erdgas stieg dagegen um 3,2 Prozent auf 25,4 Milliarden Kilowattstunden, ihr Anteil an der gesamten Stromerzeugung verringerte sich jedoch leicht auf 20,0 Prozent.

Deutschland wieder Nettoexporteur von Strom

Im grenzüberschreitenden Stromhandel gingen die Importe im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,5 Prozent auf 16,4 Milliarden Kilowattstunden zurück. Gleichzeitig stiegen die Stromexporte um 20,4 Prozent auf 19,5 Milliarden Kilowattstunden.

Mit einem Exportüberschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden war Deutschland im ersten Quartal 2026 erstmals seit dem vierten Quartal 2023 wieder Nettoexporteur von Strom über einen gesamten Dreimonatszeitraum.

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