
Wiesbaden, 7. August 2026 (JPD). Die deutschen Exporte haben im Juni 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Kalender- und saisonbereinigt wurden Waren im Wert von 139,3 Milliarden Euro ausgeführt. Das waren 0,9 Prozent mehr als im Mai und 6,6 Prozent mehr als im Juni 2025, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Noch nie wurden innerhalb eines Monats kalender- und saisonbereinigt Waren in einem höheren Wert aus Deutschland exportiert. Der bisherige Höchststand von 139,1 Milliarden Euro war im September 2022 erreicht worden.
Noch stärker als die Exporte legten im Juni die Importe zu. Sie stiegen gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent auf 123,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Juni 2025 erhöhten sie sich um 8,4 Prozent.
Der deutsche Außenhandelsüberschuss verringerte sich dadurch auf 15,4 Milliarden Euro. Im Mai hatte er noch 19,3 Milliarden Euro und im Juni 2025 16,4 Milliarden Euro betragen.
Exporte in die USA brechen deutlich ein
Auffällig entwickelte sich der Handel mit den Vereinigten Staaten. Zwar blieben die USA im Juni das wichtigste Zielland deutscher Exporte, die Ausfuhren dorthin gingen gegenüber Mai jedoch um 14,2 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zurück. Im Vergleich zum Juni 2025 lagen sie 1,2 Prozent niedriger.
Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen dagegen gegenüber Mai um 7,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Nach China wurden Waren im Wert von 6,2 Milliarden Euro geliefert, 0,3 Prozent weniger als im Vormonat.
Bei den Importen blieb China wichtigstes Herkunftsland. Von dort wurden Waren im Wert von 16,5 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt. Das entsprach einem Anstieg von 9,1 Prozent gegenüber Mai. Die Einfuhren aus den USA gingen dagegen um 9,6 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zurück.
Außenhandel legt auch im ersten Halbjahr zu
Im gesamten ersten Halbjahr 2026 exportierte Deutschland Waren im Wert von 816,6 Milliarden Euro. Das waren 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe stiegen um 4,4 Prozent auf 711,6 Milliarden Euro.
Damit erzielte Deutschland im ersten Halbjahr einen Exportüberschuss von 105,0 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2025 hatte dieser mit 105,9 Milliarden Euro etwas höher gelegen.
Auch der Handel mit den EU-Staaten legte im Juni zu. Die Exporte in andere Mitgliedstaaten stiegen gegenüber Mai um 1,3 Prozent auf 79,3 Milliarden Euro. Die Importe aus der EU erhöhten sich deutlich stärker um 7,4 Prozent auf 63,6 Milliarden Euro.



