
Berlin, 15. Juni 2026 (JPD) Ein 31-jähriger Polizeibeamter muss sich nach einer Anklage der Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßigen Betrugs in drei Fällen vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Die Ermittlungen stützen sich auf die Auswertung eines sichergestellten Mobiltelefons. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens ist noch nicht entschieden.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Jahr 2020 bei seinem Dienstherrn einen Nachweis über das Goldene Sportabzeichen eingereicht zu haben, um eine Beförderung vom Polizeimeister zum Polizeiobermeister zu erlangen. Tatsächlich soll er das Abzeichen nicht erworben haben. Durch die daraufhin erfolgte höhere Besoldung soll der Polizei Berlin bis Mai 2026 ein Schaden von rund 11.600 Euro entstanden sein.
Polizist in Berlin wegen Betrugs durch falsche Nachweise angeklagt
Darüber hinaus soll der Beamte im selben Jahr mehrere Dienstunfähigkeitsbescheinigungen eingereicht haben, obwohl er dienstfähig gewesen sein soll. Hierdurch sei der Polizei ein weiterer Schaden von etwa 7.700 Euro entstanden. Insgesamt geht die Staatsanwaltschaft von einem Schaden in Höhe von rund 19.300 Euro aus.
Die Staatsanwaltschaft strebt die Einziehung dieses Betrags und eine anschließende Rückzahlung an die Polizei Berlin an. Der Angeschuldigte macht von seinem Schweigerecht Gebrauch. Parallel wurden disziplinarrechtliche Ermittlungen durch die Polizei Berlin eingeleitet.




