Präsidenten europäischer Berufungsgerichte stärken Zusammenarbeit bei Konferenz in Reims

Oldenburg, 8. Juni 2026 (JPD) Die 9. Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Berufungsgerichte der Europäischen Union ist nach drei Tagen fachlichen Austauschs in Reims zu Ende gegangen. Auf Einladung des Berufungsgerichts Reims kamen Vertreterinnen und Vertreter europäischer Justizinstitutionen zusammen, darunter die Präsidentin des Oberlandesgerichts Oldenburg, Anke van Hove.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen aktuelle Herausforderungen für die europäische Rechtspflege. Die Teilnehmer befassten sich unter anderem mit der Vermögensabschöpfung im Strafrecht, den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Justiz sowie mit dem Vertrauen der Öffentlichkeit in gerichtliche Institutionen.

Rechtsstaatlichkeit und europäische Zusammenarbeit im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt war die Rolle der Präsidentinnen und Präsidenten von Berufungsgerichten bei der Wahrung rechtsstaatlicher Grundprinzipien. Erörtert wurden aktuelle Entwicklungen innerhalb Europas sowie die Verantwortung unabhängiger Gerichte für die Sicherung des Rechtsstaats.

Nach Angaben der Teilnehmer diente die Konferenz dem Austausch praktischer Erfahrungen und nationaler Perspektiven. Dabei wurde die Bedeutung einer unabhängigen, leistungsfähigen und bürgernahen Rechtsprechung ebenso hervorgehoben wie die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der europäischen Justiz.

Die Präsidentin des Oberlandesgerichts Oldenburg, Anke van Hove, bezeichnete den direkten Austausch zwischen den europäischen Berufungsgerichten als wichtigen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen. Gerade bei Themen wie Künstlicher Intelligenz und der Sicherung rechtsstaatlicher Standards seien gemeinsame Antworten erforderlich.

Zum Abschluss der Konferenz bekräftigten die Teilnehmer ihren Willen, den Dialog zwischen den europäischen Berufungsgerichten fortzusetzen und das gemeinsame Engagement für Rechtsstaatlichkeit sowie eine zukunftsfähige Rechtspflege im europäischen Rechtsraum weiter zu stärken.

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