
Saarbrücken, 21. Oktober 2026 (JPD) – Im Saarland wird bundesweit am seltensten mit den Nachbarn gestritten. Einer aktuellen Studie aus der Versicherungsbranche zufolge haben lediglich 29 Prozent der Befragten schon einmal einen Nachbarschaftskonflikt erlebt. Damit liegt das Bundesland deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 54 Prozent und weist den niedrigsten Wert aller 16 Länder auf.
Auch die Justiz verzeichnet einen Rückgang: Nach Angaben des saarländischen Justizministeriums ist die Zahl der gerichtlich ausgetragenen Nachbarschaftsstreitigkeiten innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 30 Prozent gesunken.
Justizstaatssekretär Dr. Jens Diener sieht darin einen Beleg für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Woanders wird gestritten – bei uns gebbt geschwenkt!“, erklärte er. Miteinander zu reden und füreinander einzustehen, löse Konflikte häufig besser als ein Gerichtsverfahren.
Zur Vermeidung und außergerichtlichen Beilegung von Nachbarschaftskonflikten stellt das Justizministerium Informationsbroschüren zum Nachbarrecht und zur Streitschlichtung bereit. Diese können kostenlos heruntergeladen oder in gedruckter Form bestellt werden.






