
Halle (Saale), 5. November 2026 (JPD) – Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im Oktober 2026 leicht gestiegen. Nach dem IWH-Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle wurden 1.683 Fälle registriert. Das waren ein Prozent mehr als im September und neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem durchschnittlichen Oktober der Jahre 2016 bis 2019 lag die Zahl sogar um 83 Prozent höher.
Besonders deutlich nahm die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze zu. Bei den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen waren rund 16.800 Stellen betroffen, 45 Prozent mehr als im Vormonat. Allein im Verarbeitenden Gewerbe waren es etwa 9.400 Arbeitsplätze. In Hessen erreichten die Insolvenzen mit 180 Fällen einen Höchststand seit Beginn der IWH-Erhebungen im Januar 2020.
Für November und Dezember erwartet das Institut aufgrund rückläufiger Frühindikatoren sinkende Insolvenzzahlen. Trotz des weiterhin außergewöhnlich hohen Insolvenzgeschehens zeichnet sich damit nach Einschätzung der Forscher eine mögliche Entspannung zum Jahresende ab.





