ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemieindustrie deutlich verschlechtert

München, 3. November 2026 (JPD) – Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie hat sich im Oktober deutlich eingetrübt. Der entsprechende Index des ifo Instituts sank von saisonbereinigt korrigierten plus 3,0 Punkten im September auf minus 5,9 Punkte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit 2,4 Punkten weniger positiv bewerteten, verschlechterten sich insbesondere die Geschäftserwartungen von minus 1,5 auf minus 13,8 Punkte.

Trotz der angespannten Stimmung verzeichnete die Branche eine steigende Nachfrage und mehr Neuaufträge. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal von 73,4 auf 76,6 Prozent. Die zusätzlichen Aufträge kamen vor allem aus dem inländischen Verarbeitenden Gewerbe, während sich das Auslandsgeschäft schwächer entwickelte. Die Unternehmen planen, ihre Produktion auszuweiten und die Preise weiter anzuheben.

Gleichzeitig bleibt die Wettbewerbssituation angespannt. Umstrukturierungen und Standortschließungen belasten die Branche. Trotz einer gegenüber der ersten Jahreshälfte verbesserten Ertragslage rechnen die Unternehmen mit weiterem Personalabbau. An den grundlegenden Wettbewerbsproblemen im In- und Ausland habe sich wenig geändert, erklärte ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

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