
München, 2. November 2026 (JPD) – Deutschland verfügt nach Einschätzung des ifo Instituts nicht über ausreichende Voraussetzungen, um das wirtschaftliche Potenzial Künstlicher Intelligenz (KI) umfassend auszuschöpfen. Das geht aus einer Analyse im Auftrag der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern hervor, die in Kürze veröffentlicht werden soll.
Als wesentliche Schwachstellen nennt das Institut die geringe Größe der Hightech-Branche, Defizite bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sowie die mangelnde Anpassungsfähigkeit des Bildungssystems an die Veränderungen durch KI. „Die Hightech-Branche ist noch zu klein, die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert, das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch KI an“, erklärte ifo-Forscher Oliver Falck.
Der Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) trägt lediglich 4,6 Prozent zur deutschen Bruttowertschöpfung bei. Damit liegt Deutschland im unteren EU-Mittelfeld. Zugleich überstiegen die Importe von IKT-Dienstleistungen im Jahr 2025 die Exporte um elf Milliarden US-Dollar. Nach Angaben des ifo Instituts ist Deutschland in diesem Bereich stärker vom Ausland abhängig als jedes andere EU-Land.





