
Köln, 23. Oktober 2026 (JPD) – Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland stagnieren, während die Mieten weiter kräftig steigen. Nach dem aktuellen Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verteuerten sich Eigentumswohnungen im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,3 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,4 Prozent. Gegenüber dem Höchststand von 2022 liegen die Kaufpreise weiterhin gut zehn Prozent niedriger.
In den sieben größten Metropolen gingen die Kaufpreise sogar zurück. Besonders deutlich verbilligten sich Immobilien in Stuttgart (minus 3,9 Prozent), Berlin (minus 2,0 Prozent) und Köln (minus 1,3 Prozent).
Demgegenüber stiegen die Angebotsmieten bundesweit um 4,5 Prozent. Im Umland der Metropolen betrug der Anstieg 5,2 Prozent, in den Großstädten selbst 3,8 Prozent. Hamburg verzeichnete mit knapp sieben Prozent einen besonders starken Zuwachs.
Als wesentlichen Grund für die Entwicklung nennt das IW die gestiegenen Finanzierungskosten. Höhere Kreditzinsen erschwerten Immobilienkäufe und verstärkten zugleich die Nachfrage auf dem Mietmarkt. Das Institut erwartet deshalb weiter steigende Mieten.






