1,6 Millionen Euro Umsatz mit Darknet-Drogenhandel – Zollbeamter unter Angeklagten

Oldenburg, 23. Oktober 2026 (JPD) – Die Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen (ZCN) hat Anklage gegen drei mutmaßliche Darknet-Drogenhändler vor dem Landgericht Osnabrück erhoben. Den 33 bis 35 Jahre alten Männern wird bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge vorgeworfen. Unter den Angeschuldigten befindet sich auch ein Zollbeamter.

Zwischen Januar 2019 und Juni 2026 sollen die Männer von Oldenburg, Hamburg und Bad Zwischenahn aus unter anderem Kokain, Amphetamin, MDMA und Cannabisprodukte verkauft haben. Die Geschäfte seien zunächst über einen Darknet-Marktplatz, später über einen Telegram-Shop abgewickelt worden. Der Versand erfolgte bundesweit per Post.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg sollen die Beschuldigten arbeitsteilig vorgegangen sein. Während einer die Verkaufsplattformen verwaltet habe, soll der Zollbeamte die Drogen beschafft und ein dritter Beteiligter sie verpackt und verschickt haben. Der mutmaßliche Verkaufserlös beläuft sich auf mehr als 1,6 Millionen Euro.

Über die Eröffnung des Hauptverfahrens ist noch nicht entschieden. Die drei Männer befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner