Hessen führt „BZR-Buddy“ landesweit an Strafgerichten ein

Wiesbaden, 22. Oktober 2026 (JPD) – Die hessische Justiz führt das Automatisierungstool „BZR-Buddy“ landesweit an ihren Strafgerichten ein. Die Software soll Richter bei der Urteilsabfassung entlasten, indem sie die bislang erforderliche manuelle Übertragung von Vorstrafeneinträgen aus dem Bundeszentralregister automatisiert.

Das Programm geht auf eine Idee des Frankfurter Amtsrichters Dr. Florian Franke zurück, der zunächst selbst einen Prototyp entwickelte. Anschließend wurde das Tool von der IT-Stelle der hessischen Justiz gemeinsam mit der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung und dem Amtsgericht Gelnhausen weiterentwickelt. Eine Pilotphase am Amtsgericht Gießen wurde erfolgreich abgeschlossen.

Justizminister Christian Heinz sieht darin einen weiteren Schritt zur Digitalisierung der Justiz. Neben der Zeitersparnis soll das Programm auch Übertragungsfehler vermeiden.

Seit Jahresbeginn ist die elektronische Akte an sämtlichen hessischen Gerichten im Einsatz. Weitere Digitalisierungsprojekte umfassen die Erprobung kommerzieller KI-Anwendungen bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sowie die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben und der Urteilsanonymisierung.

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