Deutschland importiert Rohöl für 30 Milliarden Euro – Kosten steigen um 21,7 Prozent

Wiesbaden, 20. Oktober 2026 (JPD) – Deutschland hat von Januar bis August 2026 insgesamt 49,1 Millionen Tonnen Rohöl im Wert von 30,0 Milliarden Euro importiert. Während die Einfuhrmenge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozent zurückging, stieg der Importwert um 21,7 Prozent. Ursache waren die deutlich gestiegenen Rohölpreise infolge der Konflikte im Nahen Osten, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.

Der durchschnittliche Importwert je Tonne Rohöl erreichte im Mai mit 768 Euro seinen bisherigen Jahreshöchststand. Im August lag er bei 607 Euro. Im Durchschnitt der ersten acht Monate wurden 610 Euro je Tonne gezahlt.

Wichtigster Rohöllieferant Deutschlands waren die Vereinigten Staaten mit 10,8 Millionen Tonnen, gefolgt von Norwegen (8,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,8 Millionen Tonnen). Zusammen stellten die drei Länder 52,2 Prozent der deutschen Rohölimporte.

Russland, vor Beginn des Ukraine-Kriegs noch wichtigster Lieferant, spielt dagegen keine Rolle mehr. Seit 2025 wurden keine Rohölimporte aus Russland nach Deutschland mehr nachgewiesen.

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