Waffen aus der Türkei geschmuggelt: Zehn Festnahmen in Deutschland und Spanien

Wiesbaden, 9. Oktober 2026 (JPD) – Bei einem internationalen Polizeieinsatz gegen den organisierten Waffen- und Rauschgifthandel sind zehn Tatverdächtige festgenommen worden. Am 8. Oktober vollstreckten Ermittler in Deutschland, Spanien und den Niederlanden insgesamt 35 Durchsuchungsbeschlüsse. Dabei wurden zahlreiche Schusswaffen, Bargeld, Betäubungsmittel und digitale Beweismittel sichergestellt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte.

Sieben Beschuldigte wurden in Deutschland durch Spezialeinheiten festgenommen, drei weitere in Spanien. Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen zweier Ermittlungsverfahren unter Federführung der Staatsanwaltschaften Düsseldorf (ZeOS NRW) und Köln.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, mit größeren Mengen illegaler Schusswaffen, darunter Pistolen und Sturmgewehre, sowie Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Die Waffen sollen teilweise illegal in der Türkei hergestellt und unter Nutzung legaler Transportstrukturen nach Deutschland geschmuggelt worden sein. Der Vertrieb soll unter anderem über türkische Cafés und Shisha-Bars im Großraum Köln erfolgt sein.

Die Ermittlungen waren über mehrere Monate vom BKA und dem Polizeipräsidium Köln geführt worden. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an.

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