Arzt soll Patienten unnötig operiert haben – Haftbefehl erlassen

Berlin, 02.10.2026 (JPD) – Gegen einen 60-jährigen Arzt aus Berlin ist wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in zehn Fällen Haftbefehl erlassen worden. Er soll Patientinnen und Patienten mit falschen Diagnosen zu medizinisch nicht notwendigen Operationen veranlasst haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin soll der Arzt zwischen Juni 2023 und Januar 2025 in seiner Praxis in Reinickendorf mindestens zehn Eingriffe bei sechs Patienten vorgenommen haben. Dabei soll er ihnen zuvor potenziell lebensgefährliche Erkrankungen vorgetäuscht haben.

Die Operationen und die anschließende Wundversorgung sollen teilweise nicht fachgerecht erfolgt sein. Mehrere Betroffene hätten unter Schmerzen, Wundheilungsstörungen und psychischen Beschwerden gelitten.

Der Haftbefehl wurde am 1. Oktober vollstreckt und in Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen dauern an. Dabei prüft die Staatsanwaltschaft auch, ob es weitere Geschädigte gibt.

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