
Wiesbaden, 29.09.2026 (JPD) – Die Schulden des Öffentlichen Gesamthaushalts sind im zweiten Quartal 2026 um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Ende Juni waren Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung beim nicht-öffentlichen Bereich mit insgesamt 2.753,5 Milliarden Euro verschuldet.
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes entsprach dies einem Anstieg um 26,3 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal.
Den größten Anteil hatte der Bund. Seine Verschuldung erhöhte sich um 1,1 Prozent beziehungsweise 20,5 Milliarden Euro auf 1.907,1 Milliarden Euro. Dazu trugen insbesondere die Sondervermögen bei. Die Schulden des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität stiegen um 39,1 Prozent auf 48,9 Milliarden Euro, die des Sondervermögens Bundeswehr um 8,8 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro.
Die Länder verzeichneten einen Anstieg um 0,5 Prozent auf 646,2 Milliarden Euro. Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es in Baden-Württemberg mit 3,0 Prozent, während Niedersachsen mit einem Minus von 2,3 Prozent den deutlichsten Rückgang aufwies.
Auch die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände nahm zu. Sie erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 200,2 Milliarden Euro. Besonders deutlich stiegen die kommunalen Schulden in Niedersachsen mit 7,1 Prozent. Rückgänge meldeten dagegen das Saarland und Bayern mit jeweils 0,6 Prozent sowie Nordrhein-Westfalen mit 0,2 Prozent.





