
Wiesbaden, 17. September 2026. Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat real um 1,5 Prozent gestiegen. Gegenüber Juli 2025 erhöhte er sich kalenderbereinigt um 10,9 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.
Der Auftragsbestand erreichte damit erneut ein Allzeithoch. Maßgeblich für die Entwicklung war vor allem der Sonstige Fahrzeugbau, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge zählen. Dort stieg der Auftragsbestand gegenüber Juni saison- und kalenderbereinigt um 3,9 Prozent. Auch der Maschinenbau verzeichnete mit einem Plus von 0,8 Prozent einen Zuwachs. In der Automobilindustrie ging der Auftragsbestand dagegen um 1,7 Prozent zurück.
Die offenen Aufträge aus dem Inland nahmen im Juli um 3,0 Prozent zu, die Aufträge aus dem Ausland um 0,6 Prozent. Bei den Investitionsgüterherstellern erhöhte sich der Bestand gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent. Bei Vorleistungsgütern betrug das Plus 0,6 Prozent und bei Konsumgütern 1,7 Prozent.
Die Reichweite des Auftragsbestands stieg erstmals seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 auf 9,0 Monate. Im Juni hatte sie noch bei 8,9 Monaten gelegen. Bei Investitionsgütern erhöhte sich die Reichweite von 12,4 auf 12,6 Monate. Bei Vorleistungsgütern blieb sie bei 4,6 Monaten und bei Konsumgütern bei 4,3 Monaten.
Die Reichweite gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz und ohne neue Auftragseingänge mit dem Abarbeiten ihrer bestehenden Aufträge ausgelastet wären.





