Kraftstoffpreise treiben Inflation im August auf 2,9 Prozent

Wiesbaden, 10. September 2026 (JPD) Die Inflationsrate in Deutschland ist im August 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen. Damit bestätigte das Statistische Bundesamt (Destatis) sein vorläufiges Ergebnis. Im Juli hatte die Teuerungsrate bei 2,8 Prozent und im Juni bei 2,3 Prozent gelegen. Gegenüber Juli 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise im August um 0,2 Prozent.

Als wesentlichen Treiber der Gesamtteuerung nennt Destatis erneut die Energiepreise. Diese lagen im August 10,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach einem Anstieg um 8,3 Prozent im Juli und 3,4 Prozent im Juni. Besonders deutlich verteuerten sich Kraftstoffe mit einem Plus von 27,7 Prozent gegenüber August 2025.

Heizöl deutlich teurer, Strom und Gas günstiger

Leichtes Heizöl kostete im August 49,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig gingen die Preise für Strom um 5,5 Prozent, für Erdgas einschließlich Betriebskosten um 2,9 Prozent und für Fernwärme um 1,0 Prozent zurück. Haushaltsenergie war damit insgesamt 0,7 Prozent günstiger als im August 2025.

Die Preise für Nahrungsmittel blieben mit einem Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu unverändert. Deutlich teurer waren insbesondere Eier mit einem Plus von 15,2 Prozent, frisches Gemüse mit 5,2 Prozent sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte mit 4,4 Prozent. Dagegen verbilligten sich Butter um 29,9 Prozent, frisches Obst um 5,6 Prozent und Molkereiprodukte um 5,5 Prozent.

Die Kerninflation ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie lag im August bei 2,4 Prozent und damit unterhalb der Gesamtinflation. Ohne Energie betrug die Inflationsrate 2,2 Prozent, ohne Heizöl und Kraftstoffe 2,0 Prozent.

Dienstleistungen verteuern sich um 2,8 Prozent

Waren waren im August insgesamt 3,0 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Bei Verbrauchsgütern betrug der Preisanstieg 4,2 Prozent, bei Gebrauchsgütern 1,0 Prozent. Informationsverarbeitungsgeräte verteuerten sich um 9,0 Prozent, während Unterhaltungselektronik 2,8 Prozent günstiger wurde.

Die Preise für Dienstleistungen stiegen gegenüber August 2025 um 2,8 Prozent. Dienstleistungen sozialer Einrichtungen verteuerten sich um 6,3 Prozent, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen um 4,7 Prozent und Pauschalreisen um 3,2 Prozent. Die Nettokaltmieten lagen 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Gegenüber Juli 2026 stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,2 Prozent. Kraftstoffe verteuerten sich binnen Monatsfrist um 3,1 Prozent, darunter Diesel um 6,4 Prozent und Superbenzin um 2,1 Prozent. Flugtickets wurden dagegen um 8,0 Prozent günstiger.

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