
Magdeburg, 21. August 2026 (JPD). Im Justizvollzug Sachsen-Anhalts haben im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 34 Gefangene einen Schul- oder Berufsabschluss erworben. Damit stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 13 Abschlüsse.
26 Gefangene erreichten einen Schulabschluss. Im Schuljahr 2024/2025 waren es 21 gewesen. Weitere acht Gefangene schlossen eine berufliche Erstausbildung erfolgreich ab.
In der Jugendanstalt Raßnitz im Saalekreis erwarben sechs Gefangene einen Hauptschulabschluss und sechs einen Realschulabschluss. Drei der Realschulabschlüsse waren erweiterte Realschulabschlüsse. Im Vorjahr hatte es dort sieben Hauptschul- und fünf Realschulabschlüsse gegeben.
In der Justizvollzugsanstalt Burg im Jerichower Land erhielten sechs Gefangene einen Hauptschulabschluss und acht einen Realschulabschluss. Einer davon war ein erweiterter Realschulabschluss. Im Vorjahr waren in Burg fünf Hauptschul- und vier Realschulabschlüsse erreicht worden.
Sowohl in Raßnitz als auch in Burg erzielte jeweils ein Gefangener beim erweiterten Realschulabschluss die Bestnote 1,0.
In der Jugendanstalt Raßnitz schlossen außerdem acht Gefangene eine berufliche Erstausbildung ab. Vier wurden zur Fachkraft für Metalltechnik mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik ausgebildet, vier weitere zum Ausbaufacharbeiter mit der Fachrichtung Trockenbau.
Sachsen-Anhalts Justizministerin Franziska Weidinger bezeichnete Bildung als wichtigen Bestandteil der Resozialisierung. Jeder Abschluss verbessere die Perspektiven für ein Leben ohne weitere Straftaten.
Für die Aus- und Fortbildung der Gefangenen ist der Landesbetrieb für Beschäftigung und Bildung der Gefangenen zuständig. Er beschäftigt derzeit 96 Mitarbeiter, darunter Lehrer und Berufsausbilder. Zusätzlich sind externe Bildungsträger an den Bildungsmaßnahmen beteiligt.






