
Wiesbaden, 21. August 2026 (JPD). Die Ausgaben für Sozialhilfe in Deutschland sind im Jahr 2025 um 6,1 Prozent gestiegen. Die Sozialhilfeträger gaben netto insgesamt 21,5 Milliarden Euro für Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) aus. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.
Den größten Anteil machten weiterhin die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aus. Dafür wurden nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 11,8 Milliarden Euro aufgewendet. Das entsprach 54,9 Prozent der gesamten Sozialhilfeausgaben.
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben für die Grundsicherung um 2,9 Prozent. Ihr Anteil an den gesamten Sozialhilfeausgaben ging allerdings bereits im dritten Jahr in Folge zurück. Im Jahr 2022 hatte er noch bei 59,0 Prozent gelegen.
Der vergleichsweise geringe Anstieg hängt nach Angaben der Statistiker auch mit der Entwicklung der Regelsätze zusammen. Zum 1. Januar 2025 blieben die Regelsätze der Sozialhilfe für den monatlichen Lebensunterhalt erstmals seit Inkrafttreten des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes im Jahr 2011 unverändert. In den Jahren 2023 und 2024 waren sie jeweils deutlich angehoben worden.
Besonders kräftig erhöhten sich 2025 die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege. Sie stiegen um 13,3 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Ihr Anteil an den gesamten Sozialhilfeausgaben erreichte damit 27,8 Prozent. Im Jahr 2022 hatte er noch bei 23,6 Prozent gelegen. Der Anteil nahm damit das dritte Jahr in Folge zu.
Für die Hilfe zum Lebensunterhalt wurden 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil an den gesamten Sozialhilfeausgaben sank auf 8,0 Prozent, nachdem er 2022 noch 8,5 Prozent betragen hatte.
Weitere 2 Milliarden Euro entfielen auf Hilfen zur Gesundheit, die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und die Hilfe in anderen Lebenslagen. Die Ausgaben für diese Leistungen lagen zusammen 6,7 Prozent über dem Niveau des Jahres 2024.




