
Wiesbaden, 18. August 2026 (JPD). Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Insgesamt genehmigten die Behörden 126.300 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden. Das waren 15,1 Prozent beziehungsweise 16.600 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.
Damit verzeichnete die Zahl der Baugenehmigungen in einer ersten Jahreshälfte den stärksten Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum seit 2016. Damals hatte das Plus 30,4 Prozent betragen. Destatis weist allerdings darauf hin, dass die aktuelle Entwicklung von einem niedrigen Ausgangsniveau ausgeht. Im ersten Halbjahr 2024 waren lediglich 106.700 und im ersten Halbjahr 2025 rund 109.800 Wohnungen genehmigt worden.
Bei neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Juni 2026 insgesamt 103.100 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Anstieg von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders kräftig nahm die Zahl der Genehmigungen bei Zweifamilienhäusern zu. Hier stieg sie um 27,3 Prozent auf 7.700 Wohnungen. Für Einfamilienhäuser wurden 24.000 Wohnungen genehmigt, 12,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Den größten Anteil machten erneut Wohnungen in Mehrfamilienhäusern aus. Hier wurden 67.000 Neubauwohnungen genehmigt. Das waren 16,9 Prozent beziehungsweise 9.700 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Wohnheimen blieb die Entwicklung mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 4.400 Wohnungen nahezu unverändert.
Auch bei Umbaumaßnahmen nahm die Zahl der Genehmigungen zu. In bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im ersten Halbjahr 20.800 Wohnungen genehmigt, 9,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In neuen Nichtwohngebäuden – etwa Gewerbeimmobilien mit integrierten Wohnungen – stieg die Zahl um 42,7 Prozent auf 2.400 Wohnungen.
Auch im jüngsten Einzelmonat setzte sich die positive Entwicklung fort. Im Juni 2026 wurden bundesweit 21.600 Wohnungen genehmigt. Gegenüber Juni 2025 war dies ein Anstieg um 13,8 Prozent oder 2.600 Wohnungen. Bei Neubauten legte die Zahl um 14,1 Prozent auf 17.800 Wohnungen zu. Durch Umbauten bestehender Gebäude sollten weitere 3.900 Wohnungen entstehen, 12,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.





