EZB: Bargeld bleibt meistakzeptiertes Zahlungsmittel im Euroraum

Frankfurt am Main, 13. August 2026 (JPD). Bargeld ist im Euroraum weiterhin das am häufigsten akzeptierte Zahlungsmittel. Nach einer aktuellen Unternehmensumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) nehmen 92 Prozent der befragten Unternehmen mit physischen Verkaufsstellen Bargeld an. Im Jahr 2024 hatte der Anteil noch bei 90 Prozent gelegen.

Damit hat sich die Bargeldakzeptanz nach dem Rückgang während und nach der Corona-Pandemie wieder leicht erhöht. Erfasst wurden unter anderem Einzelhandelsunternehmen, Restaurants und Cafés, Hotels sowie Unternehmen aus den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung.

Die Akzeptanz von Kartenzahlungen blieb zwischen 2024 und 2026 weitgehend stabil. 88 Prozent der Unternehmen bieten diese Zahlungsmöglichkeit an.

Deutlich stärker verbreitet haben sich dagegen mobile Zahlungen. Der Anteil der Unternehmen, die solche Bezahlverfahren akzeptieren, stieg innerhalb von zwei Jahren von 36 auf 68 Prozent.

Gleichzeitig gaben 25 Prozent der Unternehmen im Euroraum an, Maßnahmen zur Förderung digitaler Zahlungen ergriffen zu haben. Dazu gehören Investitionen in Kassensysteme für bargeldlose Zahlungen oder die Verringerung der Zahl von Kassen, an denen Bargeld angenommen wird.

Selbstbedienungskassen sind bislang bei 13 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz.

Bei der Entscheidung darüber, welche Zahlungsmittel akzeptiert werden, spielen nach Angaben der EZB insbesondere die Präferenzen der Kunden, Sicherheitsaspekte und die einfache Handhabung eine Rolle.

Bargeld wird von den Unternehmen insbesondere wegen seiner Vorteile bei Privatsphäre und Zuverlässigkeit geschätzt. Trotz des starken Wachstums digitaler und mobiler Bezahlmöglichkeiten bleibt es damit das am weitesten verbreitete Zahlungsmittel im stationären Handel und Dienstleistungsbereich.

An der Umfrage nahmen 8.205 Unternehmen aus allen 21 Ländern des Euroraums teil. Die Befragungen wurden zwischen Februar und April 2026 durchgeführt.

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