Unternehmensinsolvenzen im Mai 2026 um 2,0 Prozent gesunken

Wiesbaden, 14. August 2026 (JPD). Die deutschen Amtsgerichte haben im Mai 2026 insgesamt 1.995 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 2,0 Prozent weniger als im Mai 2025, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Zuletzt war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen.

Die Insolvenzstatistik bildet die Verfahren erst nach einer ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts ab. Der tatsächliche Insolvenzantrag liegt deshalb nach Angaben der Statistiker häufig annähernd drei Monate zurück.

Von Januar bis Mai 2026 wurden insgesamt 10.546 Unternehmensinsolvenzen registriert. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg um 4,9 Prozent.

Die von den Amtsgerichten gemeldeten Forderungen der Gläubiger beliefen sich in den ersten fünf Monaten 2026 auf rund 15,4 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 25,7 Milliarden Euro gewesen. Destatis führt den deutlichen Rückgang trotz einer höheren Zahl von Insolvenzen darauf zurück, dass Anfang 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten.

Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichnete von Januar bis Mai 2026 der Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei. Dort kamen 57,2 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen. Es folgten das Gastgewerbe mit 49,2 und das Baugewerbe mit 44,0 Fällen je 10.000 Unternehmen. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg lag die Insolvenzhäufigkeit bei 29,8 Fällen.

Auch bei den Verbraucherinsolvenzen gab es im Mai einen Rückgang. Die Amtsgerichte meldeten 5.926 Fälle und damit 10,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai 2026 wurden allerdings insgesamt 32.093 Verbraucherinsolvenzen registriert, 1,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025.

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