Fast jeder zweite Selbständige klagt über fehlende Aufträge

München, 7. August 2026 (JPD). Knapp die Hälfte der Selbständigen in Deutschland klagt über fehlende Aufträge. Nach einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts berichten 47,3 Prozent von einem Auftragsmangel. Besonders Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen stehen wirtschaftlich weiter erheblich unter Druck.

„Viele Selbständige spüren, dass ihre Kunden sich bei der Vergabe von Projekten zurückhalten“, erklärte ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. Zugleich bleibe die private Konsumnachfrage gedämpft.

Mehr als ein Fünftel der Solo-Selbständigen und Kleinstunternehmen sieht inzwischen die eigene wirtschaftliche Existenz akut gefährdet. Der Anteil liegt bei 21,2 Prozent. Neben fehlenden Aufträgen spielen dabei auch Finanzierungsprobleme eine Rolle. Jeder zehnte Selbständige berichtet laut ifo von entsprechenden Schwierigkeiten.

Gerade kleinen Unternehmen fehlten häufig die notwendigen Rücklagen, um längere wirtschaftliche Schwächephasen zu überstehen, erklärte Demmelhuber.

Trotz der angespannten Lage hat sich die Stimmung unter den Selbständigen zuletzt etwas verbessert. Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg im Juli von minus 25,9 auf minus 22,6 Punkte. Das Niveau bleibt nach Angaben des Instituts allerdings sehr niedrig.

Die Befragten bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen weniger negativ als zuvor. Der Pessimismus unter den Selbständigen hat damit zuletzt etwas nachgelassen.

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