Luther berät Montanhydraulik bei Übernahme der insolventen KMF

Köln, 4. August 2026 (JPD). Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft hat die Montanhydraulik-Gruppe beim Erwerb des Geschäftsbetriebs der KMF Kemptener Maschinenfabrik GmbH beraten. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines Asset Deals aus dem laufenden Eigenverwaltungsverfahren.

Das fachübergreifende Luther-Team begleitete Montanhydraulik insbesondere bei der insolvenzrechtlichen Ausgestaltung der Akquisitionsstruktur sowie bei gesellschafts-, arbeits-, immobilien- und vertragsrechtlichen Fragen. Die Federführung lag bei Dr. Johannes Becker für Corporate/M&A und Gunnar Müller-Henneberg für Restrukturierung und Insolvenzrecht.

Der Geschäftsbetrieb von KMF soll künftig innerhalb der neu gegründeten KMF HYCO GmbH am Standort Kempten fortgeführt werden. Nach Angaben der Berater schafft die Transaktion die Grundlage für den Erhalt wesentlicher Geschäftsaktivitäten und eines Großteils der bestehenden Arbeitsplätze.

KMF ist auf Hydraulikzylinder für die Land- und Baumaschinenindustrie, Motornebenantriebe für Nutzfahrzeuge sowie kundenspezifische hydraulische Baugruppen spezialisiert. Das 1954 gegründete Unternehmen beschäftigte im Jahr 2025 rund 185 Mitarbeitende.

Im Januar 2026 hatte KMF beim Amtsgericht Kempten ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Die Beratungsgesellschaft FalkenSteg begleitete das Verfahren mit den Partnern Tillmann Peeters und Maximilian Schneider als Generalbevollmächtigten. Das Amtsgericht bestellte Henrik Brandenburg von Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen zum vorläufigen Sachwalter.

Mit dem Erwerb erweitert Montanhydraulik sein bislang vor allem auf großdimensionierte Hochleistungszylinder ausgerichtetes Angebot um kompakte Hydraulikzylinder für mobile Anwendungen in der Agrar- und Baumaschinenindustrie. Die Transaktion ist Teil der Wachstumsstrategie der Gruppe, die im Frühjahr 2026 von dem US-amerikanischen Private-Equity-Investor One Equity Partners übernommen worden war.

Montanhydraulik wurde 1952 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Holzwickede. Die Gruppe entwickelt und produziert Hydraulikzylinder sowie kundenspezifische hydraulische Systeme und beschäftigt mehr als 1.100 Mitarbeitende an zehn Standorten in Deutschland, Italien, Indien, Kanada und den USA.

Neben Luther war RSM Ebner Stolz als M&A-Berater sowie für die kommerzielle und finanzwirtschaftliche Beratung der Käuferseite tätig.

Berater Montanhydraulik-Gruppe: Luther

Corporate/M&A: Dr. Johannes Becker, Dr. Björn Simon, Dr. Sven C. Stumm, Tim Schinkel

Restrukturierung und Insolvenzrecht: Gunnar Müller-Henneberg

Arbeitsrecht und Pensionen: Katharina Müller-Ehrlichmann, Dr. Christoph Corzelius, Jan Hansen

Immobilien- und Baurecht: Ruth-Maria Thomsen

Handels- und Vertriebsrecht, Produkthaftung und Product Compliance: Dr. Johannes Teichmann, Tom Kalinski

Kartellrecht und Investitionskontrolle: Lara Jaeger

Umweltrecht, Planung und Regulierung: Bernhard Burkert

M&A- und Finanzberatung: RSM Ebner Stolz

Michael Euchner, Niklas Tim Zimbehl, Tim Hogekamp, Hubertus von Elverfeldt und Christoph Grimbacher

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