
Wiesbaden, 29. Juli 2026 (JPD). Die öffentliche Verschuldung in Deutschland ist zum Jahresende 2025 deutlich gestiegen. Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie die Sozialversicherung waren beim nicht-öffentlichen Bereich mit insgesamt 2,662 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach endgültigen Ergebnissen mitteilte.
Gegenüber dem Jahresende 2024 erhöhte sich der Schuldenstand um 151,4 Milliarden Euro oder 6,0 Prozent. Auf die Bevölkerung umgerechnet entsprach dies einer Pro-Kopf-Verschuldung von 31.887 Euro. Das waren 1.821 Euro oder 6,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Den größten Anteil an den Gesamtschulden hatte der Bund. Dessen Verschuldung stieg um 6,2 Prozent oder 107,7 Milliarden Euro auf 1,840 Billionen Euro. Je Einwohner beliefen sich die Bundesschulden damit auf 22.043 Euro, nach 20.748 Euro im Vorjahr.
Die Schulden der Länder erhöhten sich um 2,9 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro. Pro Kopf lagen sie bei 7.484 Euro. Den stärksten prozentualen Anstieg verzeichnete Sachsen mit einem Plus von 17,1 Prozent auf 1.736 Euro je Einwohner. Dennoch wies der Freistaat nach Bayern mit 1.448 Euro weiterhin die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der Länder auf.
Die höchsten Schulden je Einwohner entfielen erneut auf Bremen. Dort stieg die Pro-Kopf-Verschuldung um 9,9 Prozent auf 37.418 Euro. In Baden-Württemberg erhöhte sie sich um 11,0 Prozent auf 4.295 Euro.
Lediglich in Rheinland-Pfalz, Berlin und Nordrhein-Westfalen ging die Pro-Kopf-Verschuldung zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Rheinland-Pfalz mit einem Minus von 2,1 Prozent auf 6.892 Euro. In Berlin und Nordrhein-Westfalen sank die Verschuldung jeweils um 1,0 Prozent.
Besonders deutlich nahm erneut die kommunale Verschuldung zu. Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen im sechsten Jahr in Folge und erhöhten sich um 15,4 Prozent oder 26,2 Milliarden Euro auf 197,0 Milliarden Euro. Je Einwohner entsprach dies 2.550 Euro, nach 2.209 Euro im Vorjahr.
Den stärksten prozentualen Anstieg der kommunalen Pro-Kopf-Verschuldung verzeichnete Baden-Württemberg mit einem Plus von 28,6 Prozent auf 1.648 Euro. Es folgten Niedersachsen mit einem Zuwachs von 20,9 Prozent auf 2.963 Euro und Sachsen mit 19,4 Prozent auf 1.065 Euro.
Nur in Thüringen sank die kommunale Pro-Kopf-Verschuldung. Sie ging um 3,0 Prozent auf 841 Euro zurück. Die Sozialversicherung war Ende 2025 mit insgesamt 13 Millionen Euro verschuldet. Dies entsprach 0,16 Euro je Einwohner.




