Sterbefälle während Hitzewelle Ende Juni um 32 Prozent gestiegen

Wiesbaden, 14. Juli 2026 (JPD). Während der Hitzewelle Ende Juni sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als in den vier Vorjahren. In der Woche vom 22. bis 28. Juni wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 23.900 Sterbefälle registriert. Das waren 32 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2025.

Gegenüber zwei Wochen zuvor erhöhte sich die Zahl der Todesfälle damit um rund 7.100. Das Statistische Bundesamt bringt den Anstieg mit der zeitgleich aufgetretenen außergewöhnlichen Hitzeperiode in Verbindung.

Sterbefallzahlen im Juni neun Prozent über Vergleichswert

Im gesamten zweiten Quartal 2026 starben in Deutschland rund 243.600 Menschen. Während die Sterbefallzahlen im April fünf Prozent und im Mai zwei Prozent unter den jeweiligen Vergleichswerten lagen, übertrafen sie den Mittelwert der vier Vorjahre im Juni um neun Prozent.

Auch in anderen europäischen Ländern wurden Ende Juni erhöhte Sterbefallzahlen festgestellt. Das EuroMOMO-Netzwerk wies insbesondere für Frankreich und Belgien eine sehr hohe Übersterblichkeit aus. In mehreren weiteren Ländern wurde eine leichte oder moderate Übersterblichkeit verzeichnet.

Die europäischen Daten sind allerdings noch mit Unsicherheiten behaftet, da teilweise noch unvollständige Sterbefallmeldungen vorliegen. Das genaue Ausmaß der Auswirkungen der Hitzewelle soll sich erst nach Vervollständigung der Daten bestimmen lassen.

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