Unternehmensinsolvenzen steigen im April um 7,1 Prozent

Wiesbaden, 10. Juli 2026 (JPD). Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im April erneut gestiegen. Die Amtsgerichte registrierten 2.276 beantragte Unternehmensinsolvenzen und damit 7,1 Prozent mehr als im April 2025, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Insolvenzanträge fließen erst nach einer ersten Entscheidung des zuständigen Insolvenzgerichts in die Statistik ein. Der tatsächliche Zeitpunkt der Antragstellung liegt daher in vielen Fällen etwa drei Monate vor dem statistisch erfassten Monat.

Von Januar bis April 2026 wurden insgesamt 8.551 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Anstieg um 6,7 Prozent.

Die Forderungen der Gläubiger aus den in diesem Zeitraum gemeldeten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich auf rund 13,9 Milliarden Euro. In den ersten vier Monaten des Jahres 2025 hatten sie noch bei rund 22,5 Milliarden Euro gelegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Rückgang trotz einer höheren Zahl von Insolvenzen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahreszeitraum mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten.

Auf 10.000 Unternehmen kamen von Januar bis April 2026 durchschnittlich 24,1 Insolvenzen. Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichnete der Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei mit 43,9 Fällen je 10.000 Unternehmen. Es folgten das Gastgewerbe mit 41,2 Fällen und das Baugewerbe mit 35,6 Insolvenzen.

Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm zu. Im April wurden 6.488 Fälle registriert, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis April meldeten die Amtsgerichte insgesamt 26.167 Verbraucherinsolvenzen. Dies entsprach einem Anstieg um 5,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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