
Wiesbaden, 10. Juli 2026 (JPD). Der Neubau von Wohngebäuden in Deutschland hat sich im Mai deutlich verteuert. Die Preise für konventionell gefertigte Wohngebäude lagen 5,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Damit hat sich der Preisauftrieb spürbar beschleunigt. Im Februar 2026, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte die Steigerungsrate im Vorjahresvergleich noch 3,3 Prozent betragen. Gegenüber Februar 2026 erhöhten sich die Baupreise bis Mai um 2,4 Prozent. Die Angaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer.
Die Preise für Rohbauarbeiten stiegen binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent. Betonarbeiten verteuerten sich um 3,6 Prozent, Mauerarbeiten um 3,8 Prozent. Beide Bereiche haben einen besonders großen Anteil an den Rohbauarbeiten und am Gesamtindex für den Wohnungsneubau.
Deutlich stärker erhöhten sich die Preise für Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten. Sie lagen jeweils 7,3 Prozent über dem Stand von Mai 2025. Erdarbeiten verteuerten sich um 5,4 Prozent.
Bei den Ausbauarbeiten verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Preisanstieg von 5,1 Prozent. Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen, zu denen unter anderem Wärmepumpen zählen, kosteten 5,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preise für Metallbauarbeiten stiegen um 4,4 Prozent.
Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen verteuerten sich um 6,4 Prozent. Darunter fallen etwa Elektro-Warmwasserbereiter und Kommunikationsanlagen. Für Wärmedämm-Verbundsysteme mussten ebenfalls 5,0 Prozent mehr gezahlt werden.
Auch Arbeiten an bestehenden Gebäuden wurden teurer. Die Preise für die Instandhaltung von Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen lagen im Mai 5,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen binnen Jahresfrist um 5,2 Prozent. Gewerbliche Betriebsgebäude verteuerten sich um 5,0 Prozent. Im Straßenbau nahmen die Preise mit einem Plus von 6,2 Prozent noch stärker zu.



