
Wiesbaden, 9. Juli 2026 (JPD). Die deutschen Exporte haben im Mai 2026 leicht zugelegt, während die Importe deutlich zurückgingen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, stiegen die kalender- und saisonbereinigten Warenausfuhren gegenüber April 2026 um 0,9 Prozent auf 137,9 Milliarden Euro. Die Einfuhren sanken dagegen um 2,5 Prozent auf 118,8 Milliarden Euro.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 6,1 Prozent höher, die Importe um 6,9 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2026 mit einem Überschuss von 19,1 Milliarden Euro. Im April hatte der Saldo noch 14,7 Milliarden Euro betragen, im Mai 2025 waren es 18,8 Milliarden Euro gewesen.
Unterschiedlich entwickelte sich der Handel mit der Europäischen Union und mit Drittstaaten. In die EU-Mitgliedstaaten exportierte Deutschland im Mai Waren im Wert von 78,3 Milliarden Euro. Das waren kalender- und saisonbereinigt 1,1 Prozent weniger als im April. Die Importe aus der EU sanken um 2,5 Prozent auf 59,5 Milliarden Euro. In die Staaten der Eurozone gingen Waren im Wert von 54,6 Milliarden Euro, ein Rückgang um 0,5 Prozent. Aus der Eurozone wurden Waren im Wert von 39,9 Milliarden Euro eingeführt, 4,3 Prozent weniger als im Vormonat.
Deutlich stärker entwickelten sich die Ausfuhren in Staaten außerhalb der EU. Die Exporte in Drittstaaten stiegen gegenüber April um 3,6 Prozent auf 59,6 Milliarden Euro. Die Importe aus diesen Staaten gingen um 2,6 Prozent auf 59,4 Milliarden Euro zurück.
Wichtigster Abnehmer deutscher Waren blieben im Mai die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro exportiert. Das entsprach einem kräftigen Plus von 23,1 Prozent gegenüber April und einem Anstieg um 15,4 Prozent gegenüber Mai 2025. Die Exporte in das Vereinigte Königreich erhöhten sich leicht um 0,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach China stiegen um 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.
Bei den Importen blieb China das wichtigste Herkunftsland. Von dort wurden Waren im Wert von 15,1 Milliarden Euro eingeführt, 2,0 Prozent weniger als im April. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 11,5 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Aus dem Vereinigten Königreich wurden Waren im Wert von 3,8 Milliarden Euro importiert, ein Plus von 14,5 Prozent.
Nicht kalender- und saisonbereinigt wurden im Mai 2026 Waren im Wert von 129,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 113,7 Milliarden Euro importiert. Gegenüber Mai 2025 sanken die Exporte nominal um 0,8 Prozent, während die Importe um 1,6 Prozent zulegten. Der unbereinigte Außenhandelsüberschuss lag bei 15,6 Milliarden Euro nach 18,4 Milliarden Euro im Vorjahresmonat.




