
Wiesbaden, 8. Juli 2026 (JPD). Mehr als jede dritte Lehrkraft an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland war im Schuljahr 2024/2025 mindestens 50 Jahre alt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gehörten 25,4 Prozent der Lehrkräfte zur Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen, weitere 10,0 Prozent waren 60 Jahre oder älter. Insgesamt lag der Anteil der Lehrkräfte ab 50 Jahren damit bei 35,4 Prozent.
Der Anteil jüngerer Lehrkräfte fiel deutlich niedriger aus. Die unter 35-Jährigen stellten gut ein Fünftel des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen. Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistiker zeigen sich zugleich deutliche regionale Unterschiede. Besonders hoch war der Anteil älterer Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt, wo gut die Hälfte des Lehrpersonals 50 Jahre oder älter war. Auch in Mecklenburg-Vorpommern lag der Anteil mit 46,8 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Am niedrigsten war er im Saarland mit 28,6 Prozent und in Bremen mit 30,0 Prozent.
Insgesamt waren im Schuljahr 2024/2025 bundesweit 752.100 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen tätig. Von ihnen arbeiteten 43,9 Prozent in Teilzeit. Damit stieg die Teilzeitquote gegenüber dem Vorjahr leicht an und erreichte nach Angaben des Bundesamts einen neuen Höchststand. Besonders ausgeprägt war Teilzeit bei Lehrerinnen: 51,4 Prozent der weiblichen Lehrkräfte arbeiteten mit reduziertem Beschäftigungsumfang. Bei Lehrern lag der Anteil bei 23,3 Prozent.
Auch im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ist die Teilzeitquote im Schulbereich überdurchschnittlich hoch. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg arbeiteten 31,3 Prozent der abhängig Beschäftigten in Teilzeit. Der Frauenanteil im Lehrberuf lag ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt: Frauen machten im Schuljahr 2024/2025 fast drei Viertel des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus, während ihr Anteil an allen abhängig Beschäftigten im Jahr 2024 bei 48,2 Prozent lag.
Zwischen den Ländern bestehen auch beim Beschäftigungsumfang erhebliche Unterschiede. In Hamburg arbeiteten 55,4 Prozent der Lehrkräfte in Teilzeit, in Bremen waren es 51,9 Prozent. In Thüringen und Sachsen-Anhalt lag die Teilzeitquote dagegen nur bei 23,2 beziehungsweise 23,8 Prozent.
Weiter an Bedeutung gewonnen hat der Quer- und Seiteneinstieg. Im Schuljahr 2024/2025 hatten 84.100 der 752.100 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen keine anerkannte Lehramtsprüfung. Das entsprach einem Anteil von 11,2 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 4,3 Prozent gelegen; damals unterrichteten 28.500 von 664.200 Lehrkräften ohne anerkannte Lehramtsprüfung.
An beruflichen Schulen ist der Anteil der Lehrkräfte ohne anerkannte Lehramtsprüfung noch höher. Dort betraf dies im Schuljahr 2024/2025 20.800 von insgesamt 124.100 Lehrkräften und damit 16,7 Prozent. Im Vergleich zum Schuljahr 2014/2015 blieb der Anteil an beruflichen Schulen nahezu unverändert.





