Kraftstoffpreise steigen schon vor Ende des Tankrabatts deutlich

München, 1. Juli 2026 (JPD). Die Kraftstoffpreise sind nach Angaben des ADAC bereits vor dem Ende des Tankrabatts zum 1. Juli deutlich gestiegen. Der Automobilclub kritisierte das Vorgehen der Mineralölunternehmen scharf und verwies auf stabile Rahmenbedingungen bei Rohölpreis und Wechselkurs.

Super E10 kostete am 30. Juni, dem letzten Tag des Tankrabatts, im bundesweiten Durchschnitt 1,923 Euro je Liter. Das waren 6,2 Cent mehr als am Vortag. Noch stärker fiel der Anstieg beim Diesel aus: Ein Liter kostete durchschnittlich 1,859 Euro und damit 7,5 Cent mehr als einen Tag zuvor.

Auch im Wochenvergleich zeigt sich nach Angaben des ADAC ein deutlicher Preissprung. Super E10 verteuerte sich binnen einer Woche um 10,6 Cent. Diesel legte im selben Zeitraum um 12,8 Cent zu. Der ADAC sieht dafür angesichts unveränderter Rahmenbedingungen insbesondere beim Ölpreis und beim Wechselkurs von Euro zu US-Dollar keine ausreichende Rechtfertigung.

Der Automobilclub erklärte, angesichts der faktisch vorgezogenen Rücknahme des Tankrabatts verböten sich derzeit weitere Preisanhebungen. Das Preisniveau bei beiden Kraftstoffsorten sei ohnehin seit längerer Zeit überhöht. Eine erneute Verteuerung sei deshalb nicht gerechtfertigt.

Im Monatsvergleich waren die Kraftstoffpreise im Juni allerdings niedriger als im Mai. Super E10 kostete im Monatsmittel 1,870 Euro und damit 11,3 Cent weniger als im Vormonat. Diesel lag im Juni durchschnittlich bei 1,818 Euro je Liter und war damit 17,3 Cent günstiger als im Mai.

Der Rückgang im Monatsdurchschnitt geht nach ADAC-Angaben vor allem auf den gesunkenen Rohölpreis zurück. Brent-Öl fiel von knapp unter 100 US-Dollar je Barrel zu Monatsbeginn auf etwa 73 US-Dollar am 30. Juni. Im Mai hatte der Preis häufig deutlich über der Marke von 100 US-Dollar gelegen.

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