Bundesverwaltungsrichter Dr. Knut Möller in den Ruhestand getreten

Leipzig, 1. Juli 2026 (JPD). Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Knut Möller ist mit Ablauf des Monats Juni 2026 in den Ruhestand getreten. Er war mehr als 17 Jahre am Bundesverwaltungsgericht tätig und gehörte dort dem 6. Revisionssenat an.

Möller studierte Rechtswissenschaft und war nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1986 bis 1989 Assistent am Institut für Völkerrecht der Georg-August-Universität Göttingen. Dort wurde er 1989 promoviert. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung trat er im August 1992 in die niedersächsische Verwaltungsgerichtsbarkeit ein. Zunächst war er am Verwaltungsgericht Hannover tätig, ab August 1994 am Verwaltungsgericht Göttingen. Im Juni 2002 wurde er zum Richter am Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ernannt.

Im November 2008 folgte die Ernennung zum Richter am Bundesverwaltungsgericht. Möller wurde dem 6. Revisionssenat zugewiesen. Der Senat ist unter anderem für das Vereins- und Versammlungsrecht, das Schul-, Hochschul- und Wissenschaftsrecht, das Prüfungsrecht, das Medienrecht, das Post-, Telekommunikations- und Eisenbahnregulierungsrecht, das Polizei- und Ordnungsrecht, das Parlamentsrecht, das Recht der Verfassungsschutzbehörden und Nachrichtendienste sowie das allgemeine Datenschutzrecht zuständig.

Seit Juli 2021 war Möller stellvertretender Vorsitzender des 6. Revisionssenats. Zudem gehörte er mehrere Jahre dem Präsidium des Bundesverwaltungsgerichts an. Innerhalb des Gerichts leitete er die Kommission zur Erarbeitung der Zitierrichtlinie des Bundesverwaltungsgerichts. Außerdem führte er die Kommission zur Aktualisierung des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit, der Mitglieder aus allen Instanzen der Verwaltungsgerichtsbarkeit angehörten.

Die Schriftleitung des juris Praxisreports für das Bundesverwaltungsgericht wird Möller auch im Ruhestand weiter wahrnehmen.

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