
München, 26. Juni 2026 (JPD). Die Unternehmen in Deutschland wollen wieder häufiger Stellen abbauen. Das ifo-Beschäftigungsbarometer sank im Juni auf 92,3 Punkte, nachdem es im Mai noch bei 93,9 Punkten gelegen hatte. Damit verschlechtern sich die Beschäftigungsaussichten erneut.
„Der Arbeitsmarkt bleibt schwach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt.“
In der Industrie bleibt die Lage trotz einer leichten Verbesserung des Beschäftigungsbarometers angespannt. Zwar legte der Indikator gegenüber dem Vormonat geringfügig zu, dennoch überwiegen weiterhin die Pläne zum Stellenabbau. Auch im Groß- und Einzelhandel wollen die Unternehmen ihre Belegschaften wieder häufiger verkleinern.
Bei den Dienstleistungsunternehmen gab das Beschäftigungsbarometer deutlich nach. Besonders schwierig bleibt die Lage bei den Leiharbeitsfirmen sowie im Tourismus. Im Baugewerbe sind dagegen kaum Veränderungen zu erwarten. Die Unternehmen planen dort weiterhin, ihren Personalbestand weitgehend konstant zu halten.





