
Wiesbaden, 12. Juni 2026 (JPD) Die deutschen Amtsgerichte haben im März 2026 insgesamt 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entspricht dies einem Anstieg von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Insolvenzanträge erst nach einer ersten gerichtlichen Entscheidung in die Statistik eingehen. Der tatsächliche Antragseingang liegt häufig rund drei Monate früher.
Im ersten Quartal 2026 wurden bundesweit 6.275 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 6,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die von den Gerichten erfassten Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf rund 9,3 Milliarden Euro nach etwa 19,9 Milliarden Euro im ersten Quartal 2025. Der Rückgang der Forderungssumme trotz steigender Fallzahlen wird damit erklärt, dass im Vorjahresquartal mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz angemeldet hatten.
Verkehr und Lagerei mit höchster Insolvenzhäufigkeit
Bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen lag die Insolvenzhäufigkeit im ersten Quartal 2026 bei 17,7 Fällen. Die höchste Quote verzeichnete der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 32,1 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Es folgten das Gastgewerbe mit 30,3 Fällen sowie das Baugewerbe mit 26,7 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.
Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg. Im März 2026 registrierten die Amtsgerichte 7.462 Verbraucherinsolvenzen und damit 18,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im gesamten ersten Quartal 2026 wurden 19.679 Verbraucherinsolvenzen gemeldet. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht dies einem Anstieg von 6,0 Prozent.





