Präsidentin des Verwaltungsgerichts Köln Herkelmann-Mrowka tritt in den Ruhestand

Köln, 30. April 2026 (JPD) Die Präsidentin des Verwaltungsgerichts Köln, Birgit Herkelmann-Mrowka, tritt mit Ablauf des April 2026 auf eigenen Antrag in den Ruhestand. Sie stand dem Gericht seit mehr als 14 Jahren vor und war die erste Frau an der Spitze eines Verwaltungsgerichts in Nordrhein-Westfalen. Ihre Amtszeit war von organisatorischen und personellen Herausforderungen in der Verwaltungsgerichtsbarkeit geprägt.

Herkelmann-Mrowka begann ihre richterliche Laufbahn 1991 am Verwaltungsgericht Arnsberg. Nach einer Abordnung an das Justizministerium NRW (1997–2001) wurde sie 1999 Richterin am Oberverwaltungsgericht, wo sie später auch im Präsidentensenat tätig war. Parallel übernahm sie zwischen 2003 und 2011 Aufgaben als Personaldezernentin der nordrhein-westfälischen Verwaltungsgerichtsbarkeit. 2011 wurde sie zur Präsidentin des Verwaltungsgerichts Köln ernannt.

Langjährige Gerichtsleitung und Herausforderungen im Verwaltungsbetrieb

In ihrer Amtszeit betonte Herkelmann-Mrowka insbesondere die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten trotz Personalmangels und hoher Eingangszahlen. Ziel sei es gewesen, Verfahren zügig und zugleich mit hoher Qualität zu entscheiden, teilte sie rückblickend mit. Die Erreichbarkeit des Gerichts und die Bürgernähe des Standorts im Kölner Appellhof seien zentrale Leitlinien ihrer Amtsführung gewesen.

Zugleich verweist sie auf den Beginn der Grundinstandsetzung des historischen Gerichtsgebäudes, das 2026 sein 200-jähriges Bestehen feiert. Mit der Sanierung solle der Appellhof baulich erneuert und technisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Maßnahmen seien ein wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung des Standortes im Zentrum Kölns, so Herkelmann-Mrowka.

Markiert:
Cookie Consent mit Real Cookie Banner