Osborne Clarke berät Tokura bei Seed-Finanzierungsrunde für ambulante OP-Infrastruktur

Berlin, 15. Juni 2026 (PM) Die internationale Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke hat das Berliner HealthTech-Start-up Tokura bei einer Seed-Finanzierungsrunde in mittlerer siebenstelliger Höhe rechtlich beraten. Die Runde wird von den Wagniskapitalgebern Heal Capital und Redalpine angeführt; zudem beteiligen sich mehrere Business Angels über die Investoren-Allianz better ventures. Tokura entwickelt gemeinsam mit medizinischen Partnern technologie-gestützte OP-Zentren und adressiert damit einen der dynamischsten Bereiche im deutschen Life-Sciences- und Gesundheitsmarkt.

Tokura, 2025 von Dr. Daniel Kreter und David Rizor gegründet, positioniert sich als operativer Betriebspartner für Ärzte und Kliniken. Das Unternehmen betreibt spezialisierte OP-Zentren, in denen niedergelassene Operateure und Krankenhäuser Eingriffe durchführen können. Das Angebot ist ein integriertes medizinisches, organisatorisches und technologisches System aus eingespielten OP-Teams, spezialisierten Räumlichkeiten, standardisierten Abläufen und einer eigenen, digital gesteuerten Plattform, die patientenbezogene und organisatorische Workflows über alle Beteiligten hinweg orchestriert. Ziel ist es, ambulante Eingriffe in größerem Umfang planbar, effizient und skalierbar zu organisieren.

Die Mittel aus der Seed-Runde sollen vor allem in den Aufbau des ersten Tokura-Standorts in Deutschland sowie in die Weiterentwicklung der Technologieplattform fließen. Langfristig will Tokura die Voraussetzungen dafür schaffen, dass perspektivisch bis zu eine Million Operationen pro Jahr ambulant erbracht werden können.

Die Transaktion erfolgt vor dem Hintergrund tiefgreifender Strukturveränderungen im Gesundheitswesen. Mit der Einführung von Hybrid-DRGs, dem demografischen Wandel und steigendem Reformdruck wächst der Bedarf, planbare Eingriffe aus dem stationären in den ambulanten Bereich zu verlagern. Zugleich fehlt vielerorts die spezialisierte Infrastruktur, um höhere Fallzahlen sicher und wirtschaftlich abzubilden. Genau an dieser Schnittstelle setzt Tokura an: Das Start-up adressiert nicht nur ein Digitalisierungs-, sondern vor allem ein Infrastruktur- und Organisationsproblem.

„Tokura verbindet einen klaren Betreiber-Fokus mit einem skalierungsfähigen Technologieansatz, genau an der Stelle, an der sich die Infrastruktur im ambulanten Sektor in den kommenden Jahren massiv verändern wird“, so Robin Eyben, Partner bei Osborne Clarke. „Die Seed-Finanzierung zeigt, dass sich im Umfeld der Ambulantisierung eigenständige Betreiber- und Plattformmodelle etablieren, die medizinische Versorgung, Prozessstandardisierung und digitale Steuerung konsequent zusammendenken.“

Umfassende Beratung zu Venture-Capital- und Beteiligungsstruktur

Osborne Clarke hat Tokura umfassend zu den gesellschaftsrechtlichen und vertraglichen Aspekten der Seed-Finanzierungsrunde beraten. Die Beratung umfasste insbesondere die Strukturierung der Beteiligung, die Ausgestaltung der venture-capital-typischen Beteiligungs- und Governance-Regelungen sowie die Verhandlung der Finanzierungsdokumentation mit den beteiligten Investorengruppen.

Das Osborne Clarke Team stand unter der Federführung von Robin Eyben und umfasste Dr. Paul Rhode und Vanessa Petre Linbenciuc (alle Venture Capital).

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