
Dresden, 16. April 2026 (JPD) In Sachsen sind drei Männer wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung »Islamischer Staat« festgenommen worden. Die Maßnahmen erfolgten in Chemnitz, Leipzig und Plauen durch das Polizeiliche Terrorismusabwehrzentrum des Landeskriminalamts Sachsen im Auftrag der Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Grundlage waren Haftbefehle des Oberlandesgerichts Dresden.
Zwei der Beschuldigten, irakische Staatsbürger im Alter von 40 und 43 Jahren, wurden am 15. April 2026 in Chemnitz und Leipzig festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2014 bzw. 2016 und Ende 2016 als Kämpfer in Verbänden des »Islamischen Staates« tätig gewesen zu sein und hierfür monatliche Entlohnungen erhalten zu haben. Im Zuge der Durchsuchungen wurden unter anderem Mobiltelefone, Laptops, Tablets sowie weitere Speichermedien sichergestellt.
Haftbefehle gegen mutmaßliche IS-Kämpfer in Sachsen vollstreckt
Die beiden Männer wurden dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Dresden vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Bereits am 24. März 2026 war ein weiterer 26-jähriger irakischer Staatsbürger in Plauen festgenommen worden. Auch ihm wird die Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung »Islamischer Staat« vorgeworfen. Er soll zwischen 2016 und 2017 als Kämpfer aktiv gewesen und ebenfalls entlohnt worden sein.
Bei dem Beschuldigten aus Plauen wurden technische Beweismittel wie Mobiltelefon, Tablet und weitere Speichermedien sichergestellt. Der Ermittlungsrichter setzte auch in diesem Fall den Haftbefehl am Tag der Festnahme in Vollzug. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger, dauern nach Angaben der Ermittlungsbehörden an.





