Großhandelspreise steigen im März 2026 deutlich um 4,1 Prozent

Wiesbaden, 14. April 2026 (JPD) Die Großhandelspreise in Deutschland sind im März 2026 deutlich gestiegen. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, lagen die Verkaufspreise um 4,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In den Monaten Dezember 2025 bis Februar 2026 hatte die Jahresveränderungsrate noch jeweils 1,2 Prozent betragen. Gegenüber Februar 2026 stiegen die Preise um 2,7 Prozent.

Energie und Rohstoffe treiben Großhandelspreise

Maßgeblich für den Preisanstieg waren höhere Kosten für Energieprodukte infolge geopolitischer Entwicklungen im Nahen Osten. Insbesondere Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,8 Prozent und gegenüber Februar 2026 um 18,8 Prozent. Auch Nicht-Eisen-Erze, Metalle und Metallhalbzeug trugen mit einem Anstieg von 48,4 Prozent erheblich zur Preisentwicklung bei.

Weitere Preissteigerungen verzeichnete der Großhandel unter anderem bei Zucker-, Süß- und Backwaren mit 6,1 Prozent sowie bei Tabakwaren mit 5,9 Prozent im Jahresvergleich. Demgegenüber sanken die Preise etwa für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze um 8,9 Prozent sowie für Milchprodukte, Eier und Fette um 8,3 Prozent.

Auch Mehl- und Getreideprodukte sowie Getreide, Saatgut und Futtermittel waren im Großhandel günstiger als ein Jahr zuvor. Insgesamt markiert der Anstieg im März 2026 die höchste Jahresveränderung seit Februar 2023.

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