Erzeugerpreise in der Landwirtschaft weiter rückläufig

Wiesbaden, 13. April 2026 (JPD) Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sind im Februar 2026 deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen sie um 10,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats und setzten damit den rückläufigen Trend der Vormonate fort. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Preise jedoch leicht um 0,6 Prozent.

Deutliche Preisrückgänge bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen

Sowohl pflanzliche als auch tierische Erzeugnisse verbilligten sich im Jahresvergleich deutlich. Die Preise für pflanzliche Produkte sanken um 11,6 Prozent, während tierische Erzeugnisse um 10,3 Prozent günstiger wurden. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich beide Bereiche unterschiedlich: Pflanzliche Erzeugnisse verteuerten sich um 4,0 Prozent, während tierische Produkte um 1,3 Prozent nachgaben.

Maßgeblich für den Rückgang bei pflanzlichen Produkten waren erneut stark gesunkene Preise für Speisekartoffeln, die im Jahresvergleich um 54,2 Prozent einbrachen. Auch Obst, Getreide, Futterpflanzen und Handelsgewächse verbilligten sich deutlich, während Gemüse und Wein moderat teurer wurden.

Bei tierischen Erzeugnissen wirkte sich insbesondere der Preisrückgang bei Milch aus, die um 26,2 Prozent günstiger war als ein Jahr zuvor. Dagegen stiegen die Preise für Eier sowie für Rinder und Geflügel, während Schweine deutlich billiger wurden. Insgesamt lagen die Tierpreise leicht über dem Vorjahresniveau, getragen vor allem durch höhere Rinderpreise.

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