Hohe Energiepreise belasten Baustoffhersteller – ifo meldet eingetrübte Erwartungen

München, 13. April 2026 (JPD) Die wirtschaftliche Lage der Baustoffindustrie in Deutschland hat sich im März weiter verschlechtert. Das Geschäftsklima für Hersteller von Glas, Keramik sowie Steinen und Erden sank nach Angaben des ifo Instituts auf minus 23,5 Punkte, nach minus 17,9 Punkten im Februar. Hauptursache sind anhaltend hohe Energiepreise, die die Branche aufgrund ihres überdurchschnittlich hohen Energieanteils besonders stark belasten.

Energiepreise und Erwartungen belasten Baustoffindustrie

Die eingetrübte Stimmung wird insbesondere von deutlich pessimistischer eingeschätzten Geschäftserwartungen getragen. Zugleich bewerten die Unternehmen auch ihre aktuelle Lage etwas schlechter als im Vormonat. Parallel dazu planen deutlich mehr Betriebe Preiserhöhungen: Der entsprechende Indikator stieg im März auf 22,2 Punkte, nach 8,4 Punkten im Februar.

Nach Einschätzung des ifo Instituts dürften steigende Baustoffpreise mittelfristig auch Auswirkungen auf die Bauwirtschaft haben. Gleichzeitig nahm der Anteil der Unternehmen zu, die ihre Produktion drosseln wollen; der entsprechende Wert sank auf minus 9,9 Punkte, nach minus 5,3 im Februar.

Trotz der insgesamt negativen Entwicklung zeigt sich beim Auftragsbestand eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Im März lag der Indikator bei minus 43,5 Punkten, nachdem er ein Jahr zuvor noch minus 63,7 Punkte erreicht hatte. Die Branche erhole sich zwar schrittweise, werde jedoch durch geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt, weiterhin belastet.

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