ifo-Index: Geschäftsklima in der Autoindustrie sinkt trotz besserer Erwartungen

München, 7. April 2026 (JPD) Das Geschäftsklima in der deutschen Automobilindustrie hat sich im März weiter verschlechtert. Der entsprechende Indikator sank auf minus 18,7 Punkte, nach minus 15,7 Punkten im Februar. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter bewerten, haben sich die Erwartungen für die kommenden Monate verbessert. Darauf verweist das ifo Institut unter Berufung auf aktuelle Unternehmensbefragungen.

ifo-Daten zeigen divergierende Entwicklung bei Lage und Erwartungen

Der Auftragsbestand wurde erneut günstiger eingeschätzt, verbleibt jedoch weiterhin im negativen Bereich. Seit September 2025 zeigt der Indikator eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung und lag im März bei minus 13,5 Punkten. Auch die Exporterwartungen verbesserten sich zum vierten Mal in Folge und erreichten zuletzt 30,7 Punkte. Damit deutet sich eine stabilere Nachfrage aus dem Ausland an.

Zugleich sprechen die Daten für eine mögliche Abschwächung des Beschäftigungsabbaus in der Branche. Die Beschäftigungserwartungen stiegen deutlich auf minus 19,8 Punkte, nach minus 44,0 Punkten im Vormonat. Ergänzend verweist das Institut auf erste Signale aus der amtlichen Statistik, wonach im ersten Quartal 2026 wieder mehr offene Stellen für autoindustrienahe Berufe gemeldet wurden. Dies könnte darauf hindeuten, dass der seit 2022 anhaltende Rückgang neuer Stellenangebote vorerst gestoppt ist.

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