Zahl der Krankenhausbehandlungen steigt – Aufenthalte werden kürzer

Wiesbaden, 28.10.2026 (JPD) – In Deutschland sind im Jahr 2025 rund 17,7 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär in Krankenhäusern behandelt worden. Das waren 203.000 beziehungsweise 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des Anstiegs liegt die Zahl der Krankenhausbehandlungen weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte.

Im Vergleich zu 2019 mit damals 19,4 Millionen stationären Behandlungen lag die Patientenzahl nach Angaben der Statistiker um 9,4 Prozent niedriger. Zwischen 2014 und 2019 waren jährlich mehr als 19 Millionen Menschen stationär behandelt worden.

Die meisten Behandlungen entfielen 2025 mit rund 5,0 Millionen Fällen auf die Innere Medizin. Das entsprach 28,1 Prozent aller stationären Behandlungen. Die Allgemeine Chirurgie folgte mit 2,7 Millionen Fällen beziehungsweise 15,3 Prozent.

Weniger Krankenhausbetten bei steigender Auslastung

In den bundesweit 1.807 Krankenhäusern standen 2025 durchschnittlich 468.803 Betten zur Verfügung. Das waren 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Bettenauslastung von 72,0 auf 72,6 Prozent.

Besonders hoch war die Auslastung in großen Krankenhäusern mit mehr als 800 Betten. Dort erreichte sie durchschnittlich 75,3 Prozent. Einrichtungen mit weniger als 50 Betten kamen dagegen lediglich auf 55,2 Prozent.

Die meisten Krankenhausbetten befanden sich in öffentlicher Trägerschaft. Auf 529 öffentliche Krankenhäuser entfielen 47,4 Prozent der Betten. Freigemeinnützige Einrichtungen stellten mit 549 Krankenhäusern weitere 31,6 Prozent. Die 729 privaten Krankenhäuser machten zwar den größten Anteil der Einrichtungen aus, verfügten jedoch nur über 21,0 Prozent der Betten.

Krankenhausaufenthalte dauern nur noch halb so lange wie 1991

Die durchschnittliche Verweildauer sank 2025 auf 7,0 Tage und lag damit 0,1 Tage unter dem Vorjahreswert. Seit Beginn der Krankenhausstatistik im Jahr 1991 hat sich die Aufenthaltsdauer damit halbiert. Damals blieben Patienten durchschnittlich 14 Tage im Krankenhaus.

In der Inneren Medizin betrug die durchschnittliche Verweildauer 5,0 Tage, in der Allgemeinen Chirurgie 4,8 Tage. Deutlich länger waren Aufenthalte in psychiatrischen Fachabteilungen mit durchschnittlich 24,3 bis 47,0 Tagen sowie in der Geriatrie mit 14,8 Tagen.

Krankenhauspersonal wächst weiter

Auch die Beschäftigtenzahlen stiegen 2025. Zum Jahresende arbeiteten rund 221.800 Menschen im ärztlichen Dienst und 1,27 Millionen im nichtärztlichen Dienst. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Zuwachs von 1,9 beziehungsweise 2,5 Prozent.

Im Vergleich zu 2015 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im ärztlichen Dienst um 27,1 Prozent und im nichtärztlichen Dienst um 24,9 Prozent. In den Zahlen des nichtärztlichen Dienstes sind auch Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler enthalten.

Umgerechnet auf Vollzeitstellen waren 2025 durchschnittlich rund 1,04 Millionen Vollkräfte in deutschen Krankenhäusern beschäftigt. Davon entfielen 184.100 auf den ärztlichen und 854.000 auf den nichtärztlichen Dienst. Gegenüber 2015 entsprach dies einem Anstieg um 19,2 beziehungsweise 19,7 Prozent.

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