Weinernte 2026 bleibt unter dem Durchschnitt – Franken besonders betroffen

Wiesbaden, 13. Oktober 2026 (JPD) – Die Weinernte in Deutschland wird 2026 voraussichtlich vier Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 liegen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes erwarten die Weinbaubetriebe rund acht Millionen Hektoliter Weinmost. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um fünf Prozent.

Trockenheit und Hitze haben das Weinjahr geprägt. Der Wassermangel führte zu kleineren Trauben und begrenzte damit die Erntemengen. Zugleich könnte die höhere Konzentration der Inhaltsstoffe für einen qualitativ guten Jahrgang sorgen.

Regional entwickelt sich die Ernte unterschiedlich. In der Pfalz wird ein Zuwachs von elf Prozent, in Baden von 17 Prozent und in Rheinhessen von sechs Prozent erwartet. Dagegen rechnen die Winzer in Franken mit einem Rückgang um 19 Prozent und an der Mosel um 16 Prozent. Besonders stark fällt das Minus im Anbaugebiet Ahr mit 50 Prozent aus.

Rund 70 Prozent der erwarteten Ernte entfallen auf Weißmost. Beim Riesling wird eine Zunahme um acht Prozent auf 1,8 Millionen Hektoliter prognostiziert. Die endgültigen Erntemengen können sich abhängig von der weiteren Witterung noch verändern.

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