IWH: Ostdeutsche Wirtschaft wächst 2026 um 0,9 Prozent

Halle (Saale), 28.09.2026 (JPD) – Die ostdeutsche Wirtschaft dürfte 2026 um 0,9 Prozent wachsen und damit schwächer als Deutschland insgesamt mit 1,3 Prozent. Für 2027 erwartet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Osten erneut ein Plus von 0,9 Prozent, für 2028 von 0,4 Prozent.

Getragen wird die derzeitige Erholung nach Angaben des Instituts vor allem von einer höheren Auslandsnachfrage. Davon profitiere Ostdeutschland allerdings weniger stark als der Westen, weil exportorientierte Industrien dort ein geringeres Gewicht hätten.

Im ersten Halbjahr 2026 lag die Wirtschaftsleistung in Ostdeutschland 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. In Deutschland insgesamt betrug das Plus 0,9 Prozent. Während Brandenburg um 1,4 Prozent und Berlin um 0,9 Prozent zulegten, sank die Wirtschaftsleistung in Sachsen um 0,3 Prozent und in Thüringen um 0,8 Prozent.

Für den Arbeitsmarkt erwartet das IWH eine schrittweise Verbesserung. Die ostdeutsche Arbeitslosenquote dürfte 2026 bei 7,9 Prozent liegen, 2027 auf 7,7 Prozent und 2028 auf 7,3 Prozent sinken.

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