
München, 5. August 2026 (JPD). Die Geschäftserwartungen der deutschen Automobilindustrie haben sich im Juli deutlich aufgehellt. Der entsprechende Saldo stieg nach Angaben des ifo Instituts auf minus 0,1 Punkte. Im April hatte er noch bei minus 30,7 Punkten gelegen.
Auch der Geschäftsklimaindex der Branche verbesserte sich. Er stieg von saisonbereinigt minus 21,6 Punkten im Juni auf minus 15,6 Punkte im Juli. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage allerdings weiterhin ähnlich schlecht wie im Vormonat. Zudem planen sie nach wie vor, weitere Stellen abzubauen.
„Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas und die Exporterwartungen sind gestiegen“, erklärte ifo-Fachexpertin Anita Wölfl.
Auch die bis Mai 2026 vorliegenden amtlichen Daten zu den Auftragseingängen zeigen nach Angaben des Instituts einen positiven Trend. Dies gelte für Bestellungen aus Deutschland und insbesondere aus dem Euroraum.
Von der Entwicklung profitieren demnach vor allem Hersteller von Karosserien und Aufbauten sowie Produzenten elektronischer Ausrüstungen. Deren Geräte und Komponenten können teilweise auch außerhalb der Automobilindustrie eingesetzt werden, etwa in der Verteidigungswirtschaft.
Die europaweit steigenden Investitionen in Rüstungsgüter könnten deshalb nach Einschätzung des ifo Instituts einzelnen Bereichen der Automobilindustrie zusätzliche Aufträge verschaffen.





