
München/Genf, 29.09.2026 (JPD) – Deutschland belegt im Global Innovation Index 2026 der Weltorganisation für geistiges Eigentum erneut Rang 11. Die WIPO bescheinigt der Bundesrepublik ein robustes und vergleichsweise effizientes Innovationssystem, sieht aber deutliche Schwächen bei Unternehmertum und Digitalisierung.
Besonders gut schneidet Deutschland bei Humankapital sowie Forschung und Entwicklung ab. Wissenschaftliche Publikationen erreichen Rang 3 bei der Zitierhäufigkeit, der Anteil von Absolventinnen und Absolventen in Ingenieurwissenschaften Rang 5. Auch bei gemeinsamen Veröffentlichungen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen liegt Deutschland mit Rang 6 weit vorne.
Deutlich schwächer fällt das Ergebnis bei den Rahmenbedingungen für Unternehmertum aus. Hier erreicht Deutschland lediglich Rang 36. Bei der Nutzung digitaler Informationstechnologien liegt die Bundesrepublik auf Rang 60, bei der Entwicklung mobiler Apps auf Rang 52. Die Zahl der Risikokapitalfinanzierungen sank nach Angaben der Studie gegenüber dem Vorjahr um 13,2 Prozent.
Bei den Inputfaktoren verbesserte sich Deutschland auf Rang 14, bei den Outputfaktoren behauptete es Rang 8. Nach Einschätzung des Deutschen Patent- und Markenamts zeigt dies, dass vorhandene Ressourcen vergleichsweise effizient in Innovationsergebnisse umgesetzt werden.
An der Spitze des Rankings steht erneut die Schweiz vor Schweden und den Vereinigten Staaten. Deutschland ist zudem mit sieben Innovationsregionen unter den weltweiten Top 100 vertreten.





