
Wiesbaden, 14. August 2026 (JPD). Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juni 2026 um 13,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit setzte sich der deutliche Preisrückgang fort. Bereits im Mai hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei minus 13,9 Prozent gelegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Gegenüber Mai 2026 gingen die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise im Juni um weitere 1,7 Prozent zurück.
Besonders stark sanken die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse. Sie lagen 17,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Pflanzliche Erzeugnisse verbilligten sich im gleichen Zeitraum um 6,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise pflanzlicher Produkte um 3,1 Prozent und die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 0,9 Prozent.
Deutlich günstiger als ein Jahr zuvor waren weiterhin Speisekartoffeln. Ihre Erzeugerpreise lagen im Juni um 35,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei Tafeläpfeln betrug der Rückgang 33,5 Prozent. Insgesamt waren die Erzeugerpreise für Obst 17,6 Prozent niedriger als im Juni 2025.
Bei Gemüse zeigte sich dagegen ein gemischtes Bild. Insgesamt stiegen die Preise binnen Jahresfrist geringfügig um 0,1 Prozent. Eissalat verteuerte sich um 62,4 Prozent, Gurken um 30,3 Prozent und Tomaten um 29,2 Prozent. Blumenkohl war dagegen 19,1 Prozent und Spargel 18,3 Prozent günstiger.
Getreide kostete auf Erzeugerebene 7,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, Futterpflanzen verbilligten sich um 6,4 Prozent. Handelsgewächse verteuerten sich hingegen um 2,1 Prozent, darunter Raps um 4,5 Prozent.
Besonders ausgeprägt war der Preisrückgang bei Milch. Hier lagen die Erzeugerpreise 25,4 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Schlachtschweine verbilligten sich um 25,5 Prozent, Rinder um 8,0 Prozent. Die Preise für Geflügel lagen insgesamt 0,4 Prozent niedriger.
Eine gegenläufige Entwicklung gab es bei Eiern. Deren Erzeugerpreise stiegen im Vergleich zum Juni 2025 um 11,0 Prozent. Auch Enten und Puten waren mit einem Plus von 8,0 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.





