Energie und Rohstoffe treiben Großhandelspreise deutlich nach oben

Wiesbaden, 15. Juni 2026 (JPD) Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im Mai 2026 um 5,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel die Teuerungsrate damit etwas geringer aus als im April 2026 mit plus 6,3 Prozent. Gegenüber April 2026 sanken die Großhandelspreise jedoch um 0,6 Prozent.

Maßgeblich für den Anstieg im Jahresvergleich waren laut Destatis die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, die insbesondere die Preise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöhten. Der Rückgang gegenüber dem Vormonat sei dagegen vor allem auf die Senkung des Energiesteuersatzes bei Mineralölerzeugnissen zurückzuführen.

Energieprodukte und Metalle verteuern sich deutlich

Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatten Mineralölerzeugnisse. Deren Großhandelspreise lagen im Mai um 30,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, gingen gegenüber April jedoch um 7,3 Prozent zurück. Ebenfalls deutlich teurer waren Nicht-Eisen-Erze, Nicht-Eisen-Metalle und Metallhalbzeug mit einem Plus von 36,1 Prozent gegenüber Mai 2025, während sie gegenüber dem Vormonat leicht nachgaben.

Weitere Preissteigerungen verzeichnete der Großhandel mit chemischen Erzeugnissen, deren Preise binnen Jahresfrist um 13,3 Prozent zunahmen. Blumen und Pflanzen verteuerten sich im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent, verbilligten sich jedoch saisonbedingt gegenüber April um 5,6 Prozent. Eisen, Stahl und entsprechendes Halbzeug kosteten auf Großhandelsebene 6,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Preisrückgänge gab es insbesondere bei lebenden Tieren mit minus 10,1 Prozent gegenüber Mai 2025. Auch Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze verbilligten sich um 10,7 Prozent. Für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette lagen die Großhandelspreise um 8,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

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